Schwäbischer Albverein
Ortsgruppe:
Illingen-Schützingen

Europaweg Dobel

Europaweg Dobel

Europaweg Dobel

Europaweg Dobel

 

   
 
Wanderung:
Europaweg auf dem Dobel
am 17.Juli 2013
 
Wanderführer:
Frieder Queitsch
 
 
Blumen am Wegesrand
 Ortsgruppe Illingen - Schützingen
   
Wir entdecken Europa. (Wandern auf dem Europaweg auf dem Dobel)

Nach einer langen Wanderpause, die unsere Wanderung im Juni zum "Kleinen Bodensee" verhinderte (40 Grad im Schatten) beschloss Frieder, die Wanderung eben auf den Termin zu verschieben, an dem die Wanderung auf dem Dobel starten sollte. Gesagt getan, doch in der Zwischenzeit hat Rheinland / Pfalz, Baden / Württemberg wegen Umweltverschmutzung verklagt, weil auf Karlruher Rheinseite ein Mittel gegen die Schnaken versprüht werden sollte. Es wurde also nicht gespritzt und somit war das Gebiet um den Kleinen Bodensee mit Schnaken verseucht und deshalb nicht mehr zugänglich. Das erfuhr ich aber erst 2 Tage vor der Wanderung zum Kleinen Bodensee. Deshalb musste ich ganz schnell die Nachricht verkünden, dass wir zum Europaweg fahren und dort wandern wollen.

Gesagt und getan. Manche waren verwundert, ob der Änderung, aber da uns die Bahn sowieso in diese Richtung führte, waren alle überzeugt, dass die Änderung genau richtig wäre. Also fuhr Frieder von Gochsheim, wo er gerade mit Katzensitting (so was ähnliches wie Babysitting, aber eben nur mit Katzen) zu Gange war, nach Karlsruhe, um seine Gruppe dort in Empfang zu nehmen.

14 Wandersleut kamen zu meiner Wanderung. Schnell verschwanden wir in Richtung Bahnhofsvorplatz und die S1 brachte uns nach Bad Herrenalb. Mit dem Bus hat man eine aussichtreiche und schöne Fahrt bis man  Dobel erreicht. Nur kurz war der Weg bis zum Einstieg in die Wanderung. Diese begann am Kurhaus am Sonnentor.

< Empfang Karlsruhe

Busfahrt zum Dobel > 

Der Weg führte uns an einer Mega langen Holzbank vorbei, die uns jetzt schon zum Sitzen einlud. Wir hatten noch 8 km vor uns und deshalb stiegen wir am früheren Ski Hang entlang, unterhalb des Wasserturms in Richtung Rheinebene weiter. Bald erreichten wir die erste Bank die nach der Landesfarbe gestrichen war. Außerdem hatten wir das Glück, dass die Schulen der Umgebung (sogar die Mühlacker Realschule war beteiligt),  Skulpturen und Installationen zu den entsprechenden Ländern aufgebaut hatten.

< Das Sonnentor

   

Italien lässt grüßen >

Das Sonnentor   Italienerin mit einem Verband am Bein

"Ein kleines Vorwort zwischendrin"

Der Europaweg wurde vor mehr als 2 Jahren durch eine private Idee verwirklicht. Viele freiwillige Menschen beteiligten sich an diesem Projekt. Sie stellten damals 28 Bänke auf, die mit den Landesfarben der EU - Staaten versehen wurden. Dafür gibt es Bankpaten, die diese Bänke finanziert haben. Sie wurden teilweise auf dem dortigen Westweg installiert. Zur Zeit haben Schüler aus verschiedenen Orten und Schulen eigene Produkte und Installationen aus den unterschiedlichsten Materialien zusammengebaut und dort bei dem jeweiligen Land aufgestellt. Es lohnt sich mal die Strecke abzulaufen und Frieder empfielt das Gasthaus zum Talblick, das nur wenige Meter den Berg hinauf, mit einem wunderschönen Ausblick ins Tal, die Gäste mit gutem Essen und freundlicher Bedienung versorgen.

Ganz ungewöhnlich war, dass der Europaweg auch noch paralell mit dem Weg der Feen, Kobolde, Gnomen, Baum- Geister und allen möglichen Gesellen am Anfang auch mit dem Westweg zusammengeführt ist. Die Tafeln dazu brachte so manchen Wanderer ins Zweifeln, weil er sich diese Typen nicht vorstellen konnte und sie ins Reich der Phantasie verbannte, obwohl dabei zu lesen war, dass die Wissenschaft schon so manches zugeben musste, das es diese und jenen gibt, und manche hellsichtigen Menschen diese Wesen tatsächlich sehen können.

Eine königlich englische Bank
Franz hat eine Freundin gefunden
Spanische Pferde

Große Weißtannen säumten unseren Weg, der uns ins Talabwärts führte. Überall am Wege tauchten die bunten Bänke auf, sodass alle einmal die Möglichkeit hatten, die Beine ausstrecken zu können. Nun begann ein Weg zwischen Wiesen, so wie wir Senioren sie noch von früher her kannten. Mit vielen Blumen übersaet, dazwischen gesunde Kräuterpflanzen. Am liebesten hätte ich mich darin gewälzt. Doch ich dachte an die kleinen Banditen, die blutrünstig an den Gräsern auf Beute warten.

Nun stieg der Weg steil an, denn wir verließen den Europaweg und strebten den Gasthof zum "Talblick" an der abseits der Route lag.

Auf dem Wege der Feen und Gnome. Flott gelaufen Der Versuch die Lyra zu spielen.

< Tankstelle

Im Tal an saftigen Wiesen vorbei. >

   
Eine Holztanne vertritt Finnland   Gelände um Dobel

Nach knapp 1 ½ Std. erreichten wir unseren vorbestellten Gasthof. Wir wurden freundlich empfangen und  saßen zusammen an einer Tafel. Die Meisten bestellten sich das Tages - Menue. Kleine Vorspeise, kalte Früchtesuppe (Superlecker), Steak mit Nudeln u. Salatteller, als Nachtisch Schokomuffins. Das Ganze für 12,50 €. Wir waren sehr zufrieden. Eine nachhaltige Unterhaltung folgte und man vergaß fast, dass man noch weitere 4,5 km vor sich hatte.

Nach solch einem Essen konnte man das Wandern glatt vergessen, denn man hatte sicherlich bis zu 2,5 Kg mehr auf den Rippen, bzw. im Bauch. Zum Glück ging´s wie von alleine den Berg hinab. Wir folgten dann dem Europaweg, der nach links abbog und stetig wieder bergauf ging. Auf dem höchsten Punkt angelangt überquerten wir die Landstraße und tauchten  in den Schatten spendenden Wald ein.

An der Grenze
von Baden u. Württemberg:
 
< An dieser Stelle war früher ein Durchgang von Baden nach Württemberg. Der Grenzzaun war unüberwindlich. Deshalb das Tür´l.
 
 

Links von uns schimmerten die Kuranlagen durch den Blätterwald, die uns ein ganzes Stück des Weges begleiteten. Unser Weg zog sich in die Länge, aber die Wanderung wurde stets durch den Anblick der schön bunt gestrichenen Bänke unterbrochen, denn sie verführten uns, ein paar Minuten darauf auszuruhen. Nach einigen 100 m in einem urigen Wald stand die Europa Bank ganz in Blau mit den Eurosternen versehen. Sie zeigte das Ende der Rundwanderung des Europaweges an.

Das letzte Stück des Wanderweges erforderte noch einmal unsere ganze Kraft, denn der Weg ging bis zur Kirche (Stadtmitte und Bushaltestelle) steil berg an.

Insgesamt haben wir  28 Länder besucht und deren Bänke besetzt.

In der Stadtmitte trennten sich dann unsere Wege. Die Gruppe nahm den kürzeren Weg mit dem Bus nach Pforzheim und von dort mit dem RE nach Illingen.

Mein Weg war länger, dafür aber traf ich gesprächige Leute in der Straba, die mit mir die Rentenerhöhung diskutierten.

Na ja, wir haben ja unseren Albverein: Da sind lauter nette Leute, da kann man den Stress vom Alltag vergessen und man zehrt von den Wanderungen und Besichtigungen. Bis zur nächsten Tour.

In diesem Sinne mit einem Lächeln im Gesicht.

und der Hoffnung auf Einsicht der Politik.

Alles Gute Euer Wanderführer und 2. Vorstand

Frieder Queitsch.

Fazit: Es ist eine sehr schöne und nicht zu lange Wanderung und besonders auch für Kinder interessant.

< Mit u. ohne Wanderer >  
     

< Die Kirche in Dobel (Hier geht´s steil bergauf).

Kirchenschiff  mit Kirchen- mauer von der Seite >

 
Die 28 EU Länder auf einen Satz:  Hätten Sie alle gewusst?
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