Schwäbischer Albverein
Ortsgruppe:
Illingen-Schützingen

Experimenta Heilbronn

Experimenta Heilbronn

Experimenta Heilbronn

Experimenta Heilbronn

  

 
 

 Tageswanderung und Besuch:

Am 20.02.2013

 Experimenta in Heilbronn.

 
 
 Ortsverein Illingen / Schützingen
 
  WF: Werner u. Renate Müller Wandergruppe:
 
Wanderbericht:
 
 
Die Experimenta in Heilbronn:
 
Am 20.02.2013 war die Experimenta angesagt. Viele rätselten, was das wohl ist? Was erwartet uns dort? Wie lange wollen wir uns dort aufhalten?
 
Ein jeder  der 16 Wanderer war gespannt. Eine richtige Abenteuer Wanderung. Frieder war wiederauf den Beinen und hatte seine Blutdruckattacke gut überstanden. Er hatte schon mal gehört, dass die Experimenta sehr interessant sei. Jedoch vorstellen konnte er sich natürlich nicht, dass das auchwas für Senioren sein würde, waren doch seine beiden Enkelinnen (8 und 13 Jahre) dort. Also was für die Kinder, aber nicht für die Erwachsenen. So dachte ich. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass die Experimenta etwas Besonderes sein muss. Die Neugierde überwog mein negatives Gedankengut und meine Frau und ich machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Der Re war pünklich und traf auch pünklich 10:04 Uhr in Illingen ein, wo die restlichen 14 Wandersleute zustiegen.
In Bietigheim stiegen wir um und nach 4 Minuten kam der RE nach Heilbronn. Ratz fatz leer. So viel Platz hatten wir noch nie in einem Zug. Nach 20 Minuten Fahrt erreichten wir schon Heilbronn. Zur Überraschung hatte unser Heinz Luff Brezeln gekauft, die wir in der Empfanshalle des HeilbronnerBahnhofs gerne vernaschten.
 
Der Weg in Richtung Experimenta war schnell gefunden und unsere Gruppe marschierte munter durch Heilbronn Straßen. Nach der 3. Ampel zeigte uns ein Schild, dass wir auf dem richtigen Weg waren. dort zeigte ein Schild nach rechts und das große Parkhaus zur Ausstellung lag direkt vor uns. Durch einen kleinen Teil des Parkes, den wir in Richtung des Yachthafens querten, folgten wir dem Weg über eine Brücke und standen vor dem großen Gebäude der Experimenta.
 
 
Im Park am Neckar entlang    Der Jachthafen
 
Im Empfangsbereich sind Boxen aufgebaut, in denen man sich seinem Krempel entledigen kann und ganz frei von Ballast die einzelnen Etagen und Ausstellungsgegenstände im wahrsten Sinne des Wortes begreifen konnte. Durch einen Mitarbeiter des Hause wurden wir empfangen und in die einzelnen Abteilungen eingewiesen.
 
So und nun war es so weit. Wir verteilten uns im ganzen Komplex und bestaunten die aufgebauten Test´s, die man mit viel Geschick zum Laufen brachte.
 
 
 
 
 Einweisung eines Mitarbeiters
   Ein schöner Rücken kann auch entzücken
 
Jetzt kann ich nicht mehr viel dazu schreiben, denn dann würde die Datei nicht ausreichen und mein Computer wäre überlastet. So habe ich mich entschlossen ein paar Bilder sprechen zu lassen.
 
     
 Werner repariert einen alten Automotor    
     
 Zerlegte Menschen    Berühren u. Blitze zuckten
     
 Ob der Kleber hält?    Geschicklichkeitsspiel
   
Beobachtungsspiel Fehler gefunden Selbstbildnis (Ganz schön dick)

Nach ca. knapp 4 Stunden (Die Zeit verging im Flug) Spiel, Bewegung, Nachdenken, spekulieren, Raten,  Rechnen und Reaktion, war unsere Energie erschöpft und so trafen wir uns in der hauseigenen Kantine zum Mittagessen. Alle hatten ein einfaches, aber geschmackvlles Essen auf dem Teller, nur Frieder hatte mal wieder die A-Karte gezogen. Meine Stuttgart 21 Tunelnudeln waren nicht nur, wie aus der Tüte so alldente (XXL), nein sie waren auch noch kalt. Ich hab´s überstanden.
 
 
In der Kantine beim Aufbruch    Gut ausgeschildert!
 
Nach dem Essen wollten wir auf jeden Fall noch, wenn man schon mal in Heilbronn ist, auch die historischen Gebäude betrachten. Doch, wie sich herausstellte, war Heilbronn im 2. Weltkrieg total zerstört und hinterher zum Teil wieder nachgebaut. So auch die Kilianskirche, die wir nach einem flotten Marsch in die Stadt besuchen wollten. Sie ist eine mit
3 Türmen ausgestattete mächtige Kirche, in der 4 verschiedene Stilrichtungen zu sehen sind. Von der Gotik bis ins 19. Jahrhundert. Wir standen nach 20 Minuten Marsch mit staunenden Augen vor der mächtigen Kirche. Durch die Eingangstür betraten wir eine typisch gotische Hallenkirche. Mächtige Rundpfeiler verstärkten die Höhe des  Innenraums.
 
     
Diese Bilder sollen die Größe und Höhe der Kilianskirche vermitteln. (Nach totaler Zerstörung  aufgebaut.)
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Historische Daten der Kilianskirche (Entnommen der Home Page der Kiliansgemeinde)

An dem Ort an dem die Kilianskirche heute steht , befand sich im 8. Jahrhundert mit sicherheit eine Basilika, die dem heiligen Michael gewidmet war.
 
Im 13. Jahrhundert vollzog der Bischof von Würzburg dann den Patroziniumswechsel von St. Michael zu St. Kilinan einem iroschottischen Missionar, der vermutlich in der Gegend gewirkt hat.In dieser Zeit wurde anstatt der Basilika auch eine weitaus größere Pfarrkirche in gotischer Form errichtet.

Ab 1508 wurde mit dem Bau des Westturms begonnen. Hans Schweiner aus Weinsberg wurde damit beauftrgt. Der Turm wurde schließlich 1529, wie das Datum der vollendungsinschrift bezeugt, fertiggestellt.

1886- 1894 und 1930 - 1938 wurde die Kilianskirche bei einem Bombenangriff fast völlig zerstört. Die Türme überstanden schwer beschädigt die Bomben und den anschließenden Feuersturm.

Mit dem Wiederaufbau wurde 1948 begonnen. Die Arbeiten wurden 1965 abgeschlossen.
 
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Eine himmlische Ruhe empfing uns und die Luft war frisch und rein. Man konnte herrlich durchatmen und die Ausgeglichenheit kehrte zurück. Die Hektik wurde zur wohligen Entspannung.
Für die Besucher waren im Chor Stühle aufgestellt auf denen wir dankbar Platz nahmen und so ganz angenehm den Chor mit seinem nachgeschnitzten Altar bestaunen konnten. Nach dieser Ruhepause erhoben sich die Wanderer und erforschten jeden Winkel der Kirche. Jeder nach seinen eigenen Interessen.
 
Fazit:
Es lohnt sich diese KIrche zu besichtigen, zumal wir das Glück hatten, vermutlich war es der Pfarrer der KIlianskirche, der uns noch eine kurze Führung anbot. Kurz vor Abfahrt unseres RE wurde uns von unserem freundlichen Führer´s in ein unweit der Kirche versteckt stehendes altes Barockgebäude geführt, wo man den Vergleich sehen konnte, wie die Stadt vor und nach dem Kriege aussah. Eine Modellanlage verdeutlichte uns, dass Krieg nichts als Zerstörung und Leid bringt.
Viele von uns sahen damals, als Heilbronn bombardiert wurde noch den Feuerschein am Nachthimmel.
 
Manchmal frage ich mich: Wie dumm muss der Mensch sein, dass er aus dem Erlebten nichts, aber auch gar nichts lernt.
 
Nun aber war es höchste Zeit zum Bahnhof zu gehen. Im Sturmschritt brauchten wir nur eine viertel Stunde und hatten dann noch 15 Minuten Wartezeit. Diese Zeit verbringen wir nun mit ein paar Bildern.
 
Gotisches Portal                                       Innenansicht                                       Nachgebaut u. handgeschnitzt
                                                             
          Idylle am Neckar                                                                                                     Stille Betrachtung
So und nun steigen wir schnellstens in unseren RE ein und fahren nach Illingen vollgestopft mit viel neuem Input.
 
Bis zum nächsten Mal grüße ich Euch alle und ein Dank geht auch an unseren Wanderführer Werner Müller und seiner Frau Renate, die die Idee hatte, einmal nach Heilbronn zu fahren um die Experimenta anzusehen.
 
Einen Gruß auch aus Brus´l
 
Euer Schreiberling.
 
Frieder Queitsch
 
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