Schwäbischer Albverein
Ortsgruppe:
Illingen-Schützingen

Horrheim - Schützingen

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Horrheim - Schützingen

 

 

Wanderung vom 19.09.2012

Wanderführer: Werner und Renate Müller

 

Frieder, also ich, krabbelte morgens in aller Frühe ( 06:30 Uhr ) aus meinem warmen Bett. Seine Frau Elke war noch tief mit
Ihrem Traumreich verbunden und ich ließ sie weiterschlafen. Im Bad öffnete Frieder ein Fenster, das er aber schnellstens
wieder schloss, denn eiskalte Luft drang ins Bad ein und seine Haut veränderte sich in eine  Gänsehaut. Das Thermometer
zeigte genau auf 7 Grad. Der Himmel über Bruchsal war wie immer leicht bewölkt und die Sonne schien, während rings herum
dunkle Wolken gen Illingen zogen. Also zog ich mich warm an, um so der Kälte zu entgehen. Ohne großes Abschieds -
zeremoniell verließ ich unser warmes Nest und war pünklich in Bruchsal am Bahnhof. Alles verlief ganz normal und rechtzeitig
traf ich in Vaihingen Enz im Bahnhof ein. Auf dem Busbahnhof  standen schon einige Wanderer und einige waren auch im Illinger
Bahnhof zugestiegen. Die Wanderung konnte beginnen. Doch zuerst fuhren wir mit dem Bus nach Horrheim, zum Einstieg in
die Wanderung.
 
 Start der Wanderung                                               Blick zurück nach Horrheim                                          
Zuerst muss ich mal dem Illinger Bürgermeister Herrn Eiberger einen herzlichen Dank aussprechen, da er schon das
3. Mal bei unserer Wanderungen dabei war. (1. Bild links oben.)
 
Unser Wanderführer Werner Müller zeigte uns wo´s lang geht. Renate, seine Frau, hatte bei der Vorwanderung kleine
weiße Wollstreifen als Wegemarkierung angebracht und so fiel es uns Anderen leicht den Weg zu finden. Zuerst
wanderten wir über Felder und Streuobstwiesen, bis wir den Wald erreichten. Über einen schmalen Waldweg gelangten
wir zu einer Hütte mit einem Kinderspielplatz und tangierten die beiden Seewaldseen
 
Austritt aus dem dichten Wald in die Weinberge    In einem Seitental mit Blick zum Steinbachof           
Durch dichten Wald, auf breiten Wegen, dann wieder auf Trampelpfaden, mal auf, mal ab, mit abwechslungsreichen Ausblicken
auf die Weinberge, ins Mettertal und auf eine interessante Landschaft war der Wanderweg gespickt.
   Kurz vor´m Steinbachhof                                         Aufklärung über den Steinbachhof
Da staunten wir nicht schlecht. Nach nur 1 Std. wandern tauchte  vor uns, in einem Seitental, mitten zwischen Weinbergen
und Wiesen, Äckern, völlig abseits von jeder Zivilisation, der Steinbachhof auf. Wir waren natürlich neugierig und untersuchten
die Fachwerkgebäude. Das ganze Ensemble hatte einen eigenen Reiz und man sah sich zurückversetzt in die Zeit der Entstehung.

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Der Steinbachhof:

Das Weingut liegt in der Gemeinde Vaihingen/Enz - Gündelbach im Naturpark Stromberg.
 
Die erste urkundliche Erwähnung des Hofes ist das Jahr 1178. Das 30 Jahre vorher gegründete Zisterzienzerkloster Maulbronn
erwarb das Hofgut vom Speyrer Domkapitel. Später wurde der Hof dem Königshause Wüttembergs als Besitztum übertragen.
 
Die Familie Eißler wurden seit 1848 die Pächter und bewirschafteten das Anwesen mit Acker-, Obst-, und Weinanbau. Nach fast
150 Jahren wurde der Hof Eigentum der Familie Eißler. Fünf Hektar Weinbergfläche mit den Lagen: Steinbachhof, Wachtkopf
(Gündelbach), und Halde (Mühlhausen/Rosswag) umfasst den Weinanbau. Die typischen Sorten Trollinger, Lemberger,
Schwarzriesling, Spätburgunder und Riesling werden im Weingut angeboten.
 
Text teilweise aus Wein-Plus.eu entnommen.
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 Der Steinbachhof (Außenansicht)                           Der Steinbachhof (Innenansicht)

Insgesamt hat der Steinbachhof uns zum Nachdenken gebracht. Kann man da einfach in der heutigen Zeit abgeschieden
von jeglichem Dorf, jeglicher Stadt, ohne Trubel, ohne Supermärkte leben? Scheinbar kann man das wirklich, denn man holt
die Menschen dorthin, um Weine und Feldfrüchte einzukaufen zu können, Feste zu feiern u.s.w. Ich könnte mir vorstellen,
dass diese Menschen glücklicher leben, als solche, die in lärmenden Städte wohnen. Aber nun weiter mit unserer Wanderung....
 

  Abschied vom Steinbachhof

 
Nach diesen Betrachtungen verließen wir den Steinbachhof und begaben uns auf die nächste Etappe. Wir tauchten wieder
in den Wald ein, wo es dann steil bergauf ging. Mit ein paar Päuschen war das auch kein Problem, aber trotzdem verspürten
wir die Anstrengung und so mancher von uns kam mächtig ins Schwitzen. Jetzt zeigte das Zeichen die Richtung zum
Hamberger See, den wir nach kurzem Marsch erreichten
  Der Hamberger See....................................................................... dito.

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Der Hamberger See wurde von Herzog Carl Eugen angelegt, liegt hoch auf dem Berg und wird von Quellen gespeist.
Sein Wasser ist trüb und bräunlich gefärbt, aber trotzdem wird seine Wasserqualität mit 1,7 eingestuft. Die braune Farbe
ist aufgewühlter Lehm, der das versickern im Boden verhindert.
 
Im See werden hauptsächlich Karpfen und Schleien geangelt, wobei immer wieder größere Hechte am Angelhaken hängen.        
                                                                           
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Schnell verließen wir den See und begaben uns über einen Trampelpfad hinunter zu den Gündelbacher Weinberge. Dort
überraschte uns eine großartige Aussicht auf die Weinberge und ins Mettertal hinab nach Gündelbach und  bis zum
Endberg in Schützingen zu unserm Ziel der Wanderung. Das Wandertempo beschleunigte sich, denn beim Weingut Zaiss
in Schützingen wartete unser Mittagessen, um unseren Hunger zu stillen. Doch noch war es nicht so weit, denn der Weg
zog sich in die Länge.
 
 Blick ins Mettertal                                                   Blick nach Gündelbach
In den Weinbergen war die Weinlese in vollem Gange. Überall konnte man die großen Trollingertrauben hängen sehen,
die Einige zum stibitzen anlockten. Vereinzelde Bäume nahmen die Weinlese zum Anlass, ihre Blätter mit herbstlichen Farben zu
schmücken. Jetzt wurde man sich doch bewusst, dass der Herbst ins Land zieht. (Wie die Zeit vergeht).
 
    In den Weinbergen von Gündelbach                         Der Herbst macht sich bemerkbar
Noch eine Wassertreppe brachte uns in die Talsohle. Über braches und von Baugeräten zerfurchtes Land, eine provisorisch
angebrachte Holztreppe erklimmend, fanden wir unseren Wanderweg, um in Richtung Schützingen zu gehen.
 
   In der Ferne winkt der kleine Feldberg           Der kleine Feldberg u. der Endberg in greifbarer Nähe
Jetzt endlich war das Ziel Schützingen in greifbare Nähe gerückt. Nichts hielt die tapferen Wanderer nun auf. Das Essen konnte
man schon in 2 km Entfernung riechen meinten die Wanderer.

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(In der Sahara gibt es Fatha Morganas und beim Schwäbischen Albverein Ortgruppe Illingen / Schützingen eine Riech Morgana,
denn mein Geruchsinn roch nur die Natur um mich herum!) Anmerkung vom Frieder.

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Auf jeden Fall beschleunigten sich die Schritte gewaltig und die letzten Kräfte wurden mobilisiert. Jeder wollte der Erste 
am Fressnapf sein. Entschuldigung, ich wollte natürlich sagen im Weingut Zaiss in Schützingen sein. Alle trafen so
nacheinander an unserem Endpunkt Besen Zaiss ein und schon standen die Trollinger, Spätburgunder und Weinschorle
auf dem Tisch. Der erste Schluck schmeckte am besten. Das Essen wurde serviert und ruhig wurde es an den Tischen.
Nur ab und zu hörte man ein "Prost", als Aufforderung das Trinken nicht zu vergessen.
 
   Das Weingut Zaiss in Schützingen
Nach ca. 1 1/2 Stunden war es Zeit um zur Bushaltestelle zu gehen. Der Bus stand schon parat und nach 7 Minuten
erreichten wir den Bahnhof in Illingen.

 

Fazit: Es war eine extra schöne und abwechslungsreiche Wanderung mit vielen Möglichkeiten.

          Sie wird für Alle, auch für andere Albvereinsgruppen wärmstens  empfohlen.

Ente Ende gut

                         Alles gut!  F.Q.   2012