Schwäbischer Albverein
Ortsgruppe:
Illingen-Schützingen

Illingen-Kammertenberg-Illingen

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Illingen-Kammertenberg-Illingen

Illingen-Kammertenberg-Illingen

 

 

Wanderung am 18.07.2012

Wandergruppe: minus 55 plus
 
Von Illingen zum Kammertenberg Mühlhausen und nach Illingen zurück.

Länge: Ca. 11 km

Reine Gehzeit: Ca. 3,25 Stunden

Einkehr: Im Vereinsheim des Sportvereins Mühlhausen (Bei Heidi)

Wanderführer: Werner u. Renate Müller.

 

Hallo meine Wanderfreunde!
 
Schreiberling "Frieder" begrüßt Euch ganz herzlich auf der Home-page des Albvereins Illingen - Schützingen.
 
Schön, dass Ihr wieder hereinschaut, um unsere Wanderung vom 18.07.2012 nocheinmal aufzufrischen.
 

Es war Mittwoch, der 18.07.2012 09:00 Uhr, als ich mit dem RE aus Brus´l angereist kam und gesattelt mit einem dick gefüllten Rucksack am  Illinger Bahnhof ausstieg. Dort traf ich Toni, den kennt Ihr alle. der vom Bahnhofskiosk. Er musste zur Sparkasse und ich zur Bäckerei Schäfer, wo dieses mal unser Treff war. Doch plötzlich geschah etwas, was uns beide in Schreckstarre versetzte, denn ein älterer Mann auf seinem Fahrrad fuhr auf dem Gehweg uns entgegen und bog einfach ohne sich umzusehen auf den Fußgängerstreifen ein und überquerte diesen.. Gleichzeitig kam ein PKW, den er überhaupt nicht registrierte. Der Autofahrer musste eine Notbremsung hinlegten. Wir schrien beide auf, aber der Radfahrer schien nichts bemerkt zu haben. Ein paar Zentimeter und er wäre angefahren worden. Er fuhr aber ohne sich umzudrehen weiter. Ich dachte, das fängt ja schon wieder gut an.

Jetzt war ich wenigstens hell wach und eilte zur Bäckerei Schäfer. Hier waren schon die ersten Wandersleute eingetroffen. Insgesamt waren wir 23 wackere Personen und inclusive 4 teilintegrierte Gastwanderer. Als Letzte erschienen die Wanderführerfamilie Werner und Renate Müller. Also dann, es kann losgehen.

Pünktlich um 09:00 Uhr begann die Wanderung. Das Wetter war kühl und regenverhangen. Doch das sollte sich noch ändern. Zuerst marschierten wir durch den alten Teil von Illingen, an der Kirche und Schule vorbei, bis zur B35. Diese überquerten wir (Ohne Verluste), dann die B10 (Ebenfalls ohne Verluste) und folgten dieser ca. 1 km und bogen anschließend in einen Zeckenweg ein. Zeckenweg deshalb, weil dort das Gras fast kniehoch war und wir von tausenden bluthungrigen Vampirzeckenaugen angestarrt wurden.

                           Der Zeckenweg                                                                            Die Nachzügler

Es ging stetig den Berg hinauf. Auf der Höhe angelangt, marschierten wir im Gänsemarsch auf der Landstraße in Richtung Lomersheim. Nach wenigen Metern verließen wir die Landstraße und bogen wieder nach rechts in einen Grasweg ein, der gemäht war und das Wandern erleichtete. Alte Obstbäume säumten unseren Weg und spendeten uns Schatten, denn das Wetter änderte sich fast schlagartig von kühl bewölkt in Sonnenschein und Wärme.

 

                       Schattige Baumallee                                          Steilhang des Kammertenbergs mit Blumenflora

Wir querten nun die Verbindungsstraße von der B10 nach Mühlhausen. Ein Feldweg brachte uns hinauf auf die Höhe in Richtung Kammertenberg. Noch etwa 1km und wir erreichen den Kammertenberg, wo sich eine phantastische Naturlandschaft vor uns auftat.
 
Der Kammertenberg:

Der Kammertenberg besteht aus oberem Muschelkalk und unterem Keuper. Seine Höhe beträgt 285,5 m. Entstanden ist er durch eine Talmäanderung. Er ist bekannt für eine meditteranähnliche Vegetation. Zum Beispiel findet man im Herbst die Küchenschelle und seltene Orchideen. Auch Amphibien haben dort ihren Unterschlupf gefunden.

Die Westseite des Berges ist ein Steilabfall zur Enz hin. Der Höhenunterschied beträgt rund 60 m. Man hat von dort aus herrliche Aussichten in Richtung Mühlacker, Lomersheim und zur Senderanlage und natürlich auch ins Flusstal hinab.

 
Bilder vom Kammertenberg

                                       Aufnahme von der Steilhangseite auf Lomersheim und zur Senderanlage

                                                                   Mittelmeer ähnliche Flora und Planzenwelt

Die Flora und die Pflanzenwelt sind vielseitig und in der heimischen Natur weitgehend unbekannt. Hier verweilten wir natürlich, um uns etwas umzusehen. Übrigens 1955 brach auf der Hochebene eine sogenannte Doline ein. Sie misst 1,5 m  im Durchmesser.  Im Steinbruch vermutet man, dass er in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Abbau von Lettenkohle verwendet wurde.

 
In dem alten Steinbruch kam dann das obligatorische Gruppenfoto zu stande. Nach einer ganzen Weile des Verweilens, nahmen wir den Weg wieder unter unsere Füße und stiegen ins Enztal Richtung Mühlhausen ab und trafen nach einer Weile auf den Hochwasserdamm, auf dem wir dann in Richtung Heidi (Sportheim) marschierten.
 
         Unsere Wandergruppe im alten Steinbruch                                              Auf dem Hochwasserdamm

Wir waren bei Heidi vorsorglich angemeldet. Die Tische im Freien luden uns ein, um Platz zunehmen. Wir merkten, dass unsere Beine eine wohltuende Pause verdient hatten. Ein reges Geplapper entwickelte sich an den Tischen. Man hatte sich viel zu erzählen.

Endlich erschien die Bediennung mit dem Essen: Maultäschle, Bauereschnitzel (Leberkäs), Salatteller vom Büffet, Panierte Schnitzel, Bratwurscht natur und gegrillt. Natürlich wurden auch Getränke, wie Radlerhalbe, Bier, Wasser und auch Wein gredenzt.    

2 Stunden verweilten wir unter dem Schatten der riesigen Bäumen. Es war eine Wohltat, denn inzwischen brannte uns der Planet ganz schön heiß auf unsere Pelle.

                                      Auf dem Rückweg                                                                    Endlich mal wieder ein Bio-Kornfeld

Zuerst musste unser Wanderführer nochmals zurück zu Heidi, um seine vergessenen Wanderstöcke zu holen.
(Oder war´s Absicht?). 
 
Er war schneller wieder da, wie wir dachten. Dann aber ging´s mit flottem Schritt in Richtung Mühlhäuser Schloss, das sich frisch renoviert präsentierte. Es ist jetzt ein Lokal der gehobenen Esskultur und für nicht jeden Geldbeutel geeignet. Trotzdem aber ein sehenswertes Kleinod. 
 
Von nun an ging´s bergauf. Ein steiler, aber interessanter Weg brachte uns auf die halbe Höhe der Mühlhausener Weinberge.
Herrliche Ausblicke auf die große Enzschlaufe, auf das Enztal und die steil aufsteigende Felsenhänge, die die Enz in Ihrem Flussbett einrahmen. Einfach nur schön. Mit einer Begeisterung und vielen "Schau mal da Pausen", zog sich die Wanderung in die Länge.
 
Ein Winzer stellte sich unseren Fragen, die er mit Humor und Ernsthaftigkeit gerne beantwortete.
 
Allerhand Blumen und Weinbergmäuerchen zierten den Weinbergweg, sodass wir die Mühen des Aufstiegs kaum spürten.
Jetzt gönne ich mir auch eine Schreibpause und sage einfach: "Lasst Bilder sprechen".
 

    Aufmerksame Zuhörer              Schlupfloch i. d. Schlossmauer         Werner hat seine Stöcke wieder.
                         Hinterer Enzschleifen Blick                                                                 Vorderer Enzschleifen Blick
 
                           Ringelblumen und..............                                                          ............... Schlehen im Weinberg.
 
Der letzte Anstieg  im Wengert war noch einmal anstrengend, deshalb legte der Eine oder der Andere nocheinmal ein Verschnaufpäusle ein.
 
                                                                                         A Verschnaufpäusle
Auf geht´s keine Müdigkeit vortäuschen, es ist nicht mehr weit bis zum Ende der Steigung. Den Schweiß von der Stirn gewischt und einmal tief eingeatmet und schon warf ein jeder nocheinmal einen Blick zurück nach Mühlhausen, aber auch in die andere Richtung, nämlich nach Illingen unserem Endziel.

 Ein Blick zurück ins Weindorf Mühlhausen                             Ein Blick auf unser Endziel Illingen.

Das Wissen, dass unser Endziel schon in Sichtweite war, beflügelte unsere Schritte. Die vielen Weizen und Roggenfelder fanden immer noch Beachtung und man wunderte sich, dass alle Ähren fast auf den Millimeter gleich hoch gewachsen waren. Wie ist das möglich. Frieder meinte scherzhaft : "Damit das Brot immer das gleiche Gewicht hat". Damit war dieses Thema auch erledigt. Als letzte Hürde unserer Wanderung war die Querung der B10, denn der Lastwagen und PKW Verkehr war gegenüber morgens ins Immense angestiegen. Aber das war nur eine Frage der Zeit und da tat sich eine Lücke auf, die wir in rasantem Spurt auf die andere Straßenseite nutzten. Dann kam die Verabschiedung und Frieder lobte seinen 1. Vorstand u. Wanderführer mit seiner Frau und bedankte sich für die schöne Wanderung.

Meine Rückreise war nicht erwähnenswert, weil einfach alles gut verlief und nichts passierte. Ist auch mal schön.

Nächste Wanderung: Urlaubswanderung  Albtal 3. Teil. "Von Frauenalb nach Fischbach" ca. 8 - 10 km je nach Lust und Laune.

Mehr unter "Willkommen". Wanderführer Frieder Queitsch

  Der Stubenhocker:

Ein Stubenhocker hockt herum
und findet Wandern ziemlich dumm.
Bewegung ist doch sehr beschwerlich
 Leute, seid doch einfach ehrlich.
Er meckert dauend vor sich her
das Laufen fällt ihm sichtlich schwer.
 
Die Waage sagt ihm Tag für Tag
dass er zu schwer und sie ihn nicht mag
und jeden Tag zeigt sie ganz nett
er sei bei Leibe viel zu fett.
Überheblich meint er, s´ sei egal,
Die blöde Waage kann mich mal
und so hockt er weiter still und stumm
im Sessel in der Wohnung rum.
 
Des Nachts, wenn er nicht schlafen kann
da fällts ihm ein, dem guten Mann.
Ich wandre mit im Albverein,
das kann bestimmt kein Fehler sein.
Beim ersten Wandern ach, oh Graus
Hat er Muskelkater, hälts kaum aus.
Die Waage ruft vor lauter Freude
2 Kilo leichter bist du heute.
Und so verliert er Pfund um Pfund
ist heute nicht mehr kugelrund
im Gegenteil, er ist recht schlank
und seit dem keines Weg´s mehr krank.
 
Die Medizin, die heißt  "Natur".
Sie ist im Grunde wie n´e Kur.
Die bietet uns der  Albverein
fast ohne Geld, steigt bei uns ein
 

Mitglied werden, ganz leicht gemacht. Gehe auf "Struktur und Ziele" dort findet jeder Stubenhocker unseren Jahresbeitrag und wo man sich anmelden kann.

Wir freuen uns auf dich. Wirklich!!

Anmeldung: Bei Werner Müller Illingen
Tel.: 07042 21323
Mail: rw-mueller@t-online