Schwäbischer Albverein
Ortsgruppe:
Illingen-Schützingen

Neckargmünd - Dilsberg

 Neckargemünd - Dilsberg

Neckargemünd - Dilsberg

Neckargemünd - Dilsberg

Auf der 30 Meter hohen Burgmauer

Senioren - Wanderung: Neckargmünd - Dilsberg
 Ortsgruppe Illingen - Schützingen
 Unsere Wandergruppe unter einer Birke in der Feste Dilsberg.
Wanderführer: Frieder Queitsch
 Am 16. Juli 2014 war es wieder soweit. Die Senioren auf großer Reise!  Mit dem Baden - Württemberg Ticket in der Hand, warteten wir auf den RE von Stuttgart nach Heidelberg. Umstieg in Heidelberg in Richtung Neckargmünd und schon  nach gut 1 1/4 Stunden Fahrt, sah man unsere Wandergruppe in Richtung Neckargmünd marschieren. Zuerst faszinierte uns eine wunderschön mit Blumen geschmückte Brücke, unter deren Brückenpfeilern die Elzach dem Neckar entgegenstrebte. Hier bogen wir links in die Altstadt ab, wo uns alte Fachwerkhäuser begrüßten. Eigenartiger Weise waren alle Treppehauseingänge nur mit vielen Stufen erreichbar und in das Eingangsportal waren überall Eisenrahmen eingebaut. Was das wohl bedeutete?
 
Einer von uns fand des Rätsels Lösung heraus:
 
Das sind Vorrichtungen, wegen des jährlichen Hochwassers. Durch Hochlegen der Parterre, und Abriegelung der Eingangstür, das Eindringen von den Hochwasserfluten vorbildlich verhindert. (Passiver Hochwasserschutz)
 
Weiter führte uns der Weg bis zum Neckarufer. Der träge dahin fießende Neckar und die hohen bewaldeten Bergkuppen hielten unsere Blicke fest. Nach einer kleinen Gedenkpause, begann dann die eigentliche Wanderung .
 
Die Neckarpromenade lag  vor uns. Gebäude auf einer hohen Naturmauer, säumten unseren Weg in Richtung Dilsberg.
Am steilen Ufer des Neckars konnte man bequem wandern. Aber kurz vor einer Eisenbahnbrücke änderte sich unser Wanderweg zu einem steilen Abzweig. Im Zickzack trotteten wir nach oben, wo wir im Galopp die Landstraße überquerten. Hier zeigte uns zum ersten Mal ein rotes Kreuz unseren weiteren Wanderweg an.   
Bilder um Neckargmünd
Elzachbrücke m. Blumenschmuck Nilgänse am Neckar (Jungtiere) Schöner Neckarblick
Alte Mauern am Neckarufer  Schmälstes Haus in Neckarsgmünd Mit Tempo über die Straße
 
 Eine Treppenanlage war zu überwinden. Oben angelangt standen wir auf den Gleisanlagen der Zughaltestelle "Neckargmünd Altstadt". Ein Steg über die Gleise machte uns den Weg frei, um auf der anderen Seite der Gleise weiter dem "Roten Kreuz" zu folgen. Der Weg zog sich in einem großen Bogen bis zu einem Abzweig nach links über die Straße, zu einer weiteren steilen Treppenanlage, die uns auf die halbe Höhe des Berges brachte. Nach weiterem leichten Anstieg erreichten wir unseren 1. Aufenthaltspunkt, die Bockfelsenhütte. Sie steht auf einem herrlichen Aussichtspunkt mit Blick ins Tal und auch zu unserem Ziel, die Dilsburg. Zunächst aber wurde der Durst und Hunger gelöscht, denn es winkten noch 2 weitere Aufstiege.  
Im Naturschutzgebiet
"Des Jägers Hund hat bei der Jagd den Rehbock über diesen Felsen gejagt". Gestärkt für weitere Unternehmungen Blick über den Neckar nach Kleinneckargmünd
Nach der Stärkung bewunderten wir den Naturwald mit seinen hoch gewachsenen alten Bäumen und dem gelenkschonenden Waldbodenbelag. Sogar Maronenbäume wachsen da, wie in der Pfalz. Der Fotograf war so fasziniert davon, dass er das Fotografieren vergessen hat.
Unser Ziel rückt näher In Gedanken schon auf der Dilsburg Seht Ihr die mächtigen Bäume?
 
Von der Hütte aus zog sich der Wanderweg am Berghang entlang. Zwischen großen Buchen mit riesigem Wurzelwerk betraten wir das Naturschutzgebiet von Neckargmünd. Dem entsprechend liefen wir auf Naturwegen mit weichem angenehm zu gehendem Bodenbelag immer dem Roten Kreuz nach. Nach ca. 2 km begann ein Zick Zack Abstieg bis hinunter auf die Landstraße am Neckar. Aber schon nach wenigen Metern zeigte uns das Rote Kreuz an einem Abzweig, dass unsere Wanderung in Richtung Lochmühle weiter führen würde. Die Lochmühle stammt aus dem Mittelalter und wird jetzt als Wohngebäude benützt. Das Tal als solches ist ein reizender Anblick, jedoch der daran folgende Aufstieg war schweißtreibend, obwohl wir immer wieder im Schatten laufen konnten.
 
Einstieg ins Lochmühlental Die Lochmühle im Hintergrund Alte Mahlsteine
Der Lochmühlenbach Aufstieg im Lochmühlental Blumen am Wegesrand
 
 
Bald überquerten wir die Landstraße, die nach Dilsberg führt. Danach ebnete sich der Weg, um für den 3. Aufstieg gewappnet zu sein, denn schon bald bog der Weg steil nach rechts ab. Zuerst bot uns der Wald ein mildes Klima, aber danach war der Anstieg sehr heftig, wie in den Alpen.
 
Angenommen wir wären im Mittelalter und müssten die Burg angreifen, dann würden wir feststellen, wie schwierig das damals war, solch einen steilen Hang hochzustürmen, mit entsprechender Kleidung und Waffen, um dann auch noch die Kraft zum Kämpfen zu haben.
 
An Obstbäumen vorbei, plagten wir uns den Berg hinauf. Unterwegs waren Bänke aufgestellt, die unsere ehrgeizigen Wanderer teilweise ausschlugen. Wenn man den ganzen Tag nichts Trinkbares zu sich nimmt, kann es besonders bei den  Älteren Menschen zum Austrocknen führen und ein Kreislaufkollaps ist vorprogrammiert. Deshalb bat ich meine Mitwanderer immer wieder etwas zu trinken.
 
Gott sei Dank, dass bei uns alles gut ausgegangen ist. 
 
Ein Grasweg führte direkt zur "Feste". Die vor uns aufragenden Schildmauern waren imponierend. Wir umrundeten die Mauern und betraten den "Burgflecken" Dilsberg durch das mächtige Eingangstor. Schön gerichtete Fachwerkhäuschen, eng aneinander gedrängt, nahmen unsere Blicke in Anspruch.

Wir waren in einer urigen Chocolaterie zum Essen angemeldet. Es roch fein nach Schokolade, die von Frau Hes selbst hergestellt wird und das Essen sah nach wenig aus, aber alle waren hinterher pappsatt. Und gut war´s auch.
 
Empfehlenswert: Eisschocoladenbecher für 4.60 €. Mmmm.... fein.
 
Nach dem Essen setzten wir zum Sturm auf die Burgruine an. Leider waren wir ca. 160 Jahre zu spät dran, denn wir stellten fest, dass sie schon zerstört war. Die Zerstörung der Burganlge geschah nicht durch eine Eroberung, sondern dadurch, dass die Burg im 19. Jahrhundert, zum Abriss frei gegeben wurde. Die Steine wurden zum Aufbau und Reparatur, oder Restaurierung der alten Häuschen innerhalb und außerhalb der Burganlage verwendet.
 
Alle waren von der Schönheit von Dilsberg überrascht. Man wähnt sich in einer anderen Zeit. Zwei Kirchen 2er verschiedener Konfessionen innerhalb einer so kleinen Burganlage spricht auch für sich.
 
Die meisten unserer Wanderer sprachen sich dafür aus, noch einmal hier her zu wandern. Vor Allem weil die Zug- und Busverbindung sehr gut funktioniert.
 
Nach einem kleinen Aufstieg standen wir vor den hohen Burgmauern. Über eine Bogenbrücke zeigte uns ein Schild zum Eingangstor der Burganlage.
 
Die Torwächter verlangten für das Entreé (Eingang) von uns ein Sallaer von 2.00 Gulden (Umgerechnet in die heutige Währung sind das genau 2,00 € (Gruppenpreis).
 
Jetzt konnte man, wenn man so will, die Burg ganz für sich erobern.
 
Unsere Blicke fielen zu allererst auf einen hohen Bergfried, der unsere Neugierde weckte. Nach 75 Stufen immer in einer engen Kurve nach oben steigend und wenn man dann nicht schwindelfrei ist, begeht man den Holzsteg zur 30 m hohen Burgmauer am Besten mit verbundenen Augen. Nimmt man dann die Binde ab, entfährt einem ein lautes Ohhhh! Denn der Rundblick ist phänomenal. Von Heidelberg bis nach Sinsheim, Richtung Buchen, auf die engen Neckarschleifen, alles liegt vor unseren Augen. Ich glaube, wir haben mindestens ne 1/2 Std. auf den Zinnen verbracht und immer wieder was Neues entdeckt.
 
Anschließend besuchten wir die Katholische Kirche, wandelten über die Kopfsteinpflaster Straßen, entdeckten lauschige Ecken, schön gestaltete Vorgärten und ein Gewirr von winzigen Sträßchen.
 
Lasst Bilder sprechen:
 
Überall musste Frieder seinen Senf dazu abgeben!!!!!!
 
 
In der Chocolaterie...... ......beim Essen. Zugang zur Burgruine
Katholische Kirche Halb abgetragener Burgturm In schwindelnder Höhe (Burg Zinnen)
Evangelische Kirche Dorfidylle Häuser eng an eng hinter der Mauer
Schön dekorierte Vorgärten Frisch renovierte Fachwerkhäuser Wohlfühl Ecken
     
Das Eingangsportal der Dilsburg  Kirchturmblick  Das Forstamt in der Burg
 

Bei der Friedenslinde, am hinteren Teil der Burg, war eine Bank rund um die Linde herum gebaut, die alle Wanderer aufnahm.

Ehrlich, das Sitzen tat uns gut.

Unter der Linde war es richtig kühl und man hatte die Aussicht nach Neckarsteinach. Nach der zünftigen Pause, war es an der Zeit Dilsberg zu verlassen. Wir  nahmen den ausgeschilderten Burgmauerrundgang und liefen auf schmalem Pfad unterhalb der Schildmauer bis zum Eingangstor. Dort entdeckten wir wiederum Bänke unter großen Linden, wo wir uns niederließen, um auf den Bus nach Neckargmünd zu warten. Nach einer halben Stunde war es soweit. Der Bus kam, wir stiegen ein und nach 12 Minuten kamen wir bei der Eisenbahnbrücke über den Neckar an. Jetzt hieß es schnell sein, denn wir hatten nur 4 Minuten Zeit über die Landstraße zu kommen, um die Treppenanlage, die wir morgens schon begangen hatten, zu überwinden. Wir schafften es mit großer Bravour, denn wir brauchten nur 2 Minuten. Die S 1 erschien pünktlich, wir stiegen in den Zug ein, der uns in 17 Minuten nach Heidelberg brachte. Der Umstieg gelang und die Fahrt nach Illingen begann. Nach weiteren 45 Minuten sah uns die Heimat Illingen wieder.

Es war ein langer, anstrengender und schöner Tag, der sich gelohnt hatte, denn die Eindrücke, die man sammeln konnte, waren beeindruckend.

Ich persönlich bedanke mich bei meiner Wandergruppe, da wir bei dieser Wanderung auch an unsere Kraftgrenzen herangegangen sind. Ihr ward echt gut drauf.

Frieder Queitsch

Wanderführer

6,3 km lang war der Wanderweg, gespickt mit 3 steilen Anstiegen mit insgesamt 255 m Höhenunterschied. Die Wanderzeit betrug 2 1/4 Std. mit einer Vesperpause von 20 Minuten. Auf der Burg und in der Burganlage kommen nocheinmal 0.9 km dazu, sodass 7,2 km insgesamt erwandert wurden.

Noch ein Paar Bilder zum Abschluss

Na meine Home Page Besucher, haben sie Lust mitzuwandern? Dann melden Sie sich bitte bei uns an. Sie werden bei uns bestens betreut. Diese Wanderung hat für Jeden gerade mal  14:20 € pro Person gekostet.

Des Burgfräuleins Balkon Ein Altes Wegekreuz Reklame für unseren Albverein
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