Schwäbischer Albverein
Ortsgruppe:
Illingen-Schützingen

Odenheim Besenhexenweg

            Odenheim Besenhexenweg
                           Odenheim Besenhexenweg
                                              Odenheim Besenhexenweg                 Nov. 2014
 Golfplatz in Odenheim im Katzbachtal.
 
 
Wanderung, vom 19.11.2014
Wanderführer: Frieder Queitsch

 

Ortsgruppe Illingen / Schützingen    17 tapfere Wandersleute.
 

Hallo, meine Leser und Leserinnen, meine Wanderfreunde

und Wanderfreundinnen, meiner Wanderberichte!

Heute möchte ich Euch von der letzten Wanderung (Besenhexenweg in Odenheim) berichten.

Es war wie immer früh am Morgen des 19.11.2014 als Frieder wieder nach Illingen unterwegs war, um seine Wandergruppe abzuholen. Ich traf 16 vergnügte Wandersleute auf Gleis 2. Alles lief normal. Die Fahrkarten des Karlsruher Verkehrs Verbund waren verteilt. Der Re von Stuttgart kam super pünklich, doch er war völlig überfüllt.  Also hieß es stehen bis kurz vor Bruchsal wo der Zug anhielt und damit 4 Minuten Verspätung hatte. Nachdem die Zeit verstrich, vermutete ich, dass wir unsere Straßenbahn nicht mehr erreichen würden, weil wir nur 4 Minuten Übergangszeit hatten, um auf Gleis 1 zu unserer Straßenbahn zu kommen. Als wir die Treppen hinunter stürzten hatten wir noch 1 Minute Zeit, um unsere Bahn nach Odenheim zu erreichen. Sie stand schon abfahrtbereit auf Gleis 1 . Ich als Wanderführer war der Schnellste und tatsächlich die Straßenbahn stand noch da. Ein Sprung und ich war drin. Jetzt hieß es zwischen die Tür stehen und auf meine Wandergruppe warten. Doch ich kam nicht mehr dazu, denn direkt hinter mir schloss sich die Türe und meiner Truppe blieb nur noch ein Winken übrig, denn ich fuhr  nach Karlsruhe.  Sche...e dachte ich und fing an zu überlegen, wie ich wieder zu meiner Wandergruppe stoßen könnte. Ich stieg an der nächsten Haltestelle aus, die vom Bahnhof Bruchsal ca. 5,5 km entfernt war.
 
Hier stellte ich fest, dass ich hier in freier Natur fast 1 Stunde auf die nächste Straba nach Bruchsal zu warten hätte und es war kalt und windig. Dann fiel mir ein, dass meine Frau, die ja mit mir die Vorwanderung gemacht hatte, in Bruchsal einsteigen würde. Sie könnte die Gruppe führen. Auf der anderen Seite jedoch, hatte sie mir vor meiner Abfahrt gesagt , dass sie im Schlossgarten zusteigen werde. Dann hätte es sein können, dass meine Wanderer von Bruchsal nach Hause gefahren wären. Das Herz rutschte mir in die Hose. Das musste ausgerechnet wieder mir passieren. Mit schnellen Schritten lief ich auf dem Weg an den Schienen entlang Richtung Bahnhof Bruchsal. 21 Minuten später stand ich wieder auf dem Bahnsteig 1. Jetzt recherschierte ich die ganze Lage. 
 
Ich wusste, dass auf Bahsteig 1 die Straba nach Karlsruhe 09:27 Uhr fahren würde und dort eigentlich nicht mehr stehen durfte.  Unsere Straba nach Odenheim fährt regulär 09:31 Uhr ebenfalls auf Gleis 1 ein und verlässt Bruchsal 09:32 Uhr. Und weil die Bahnhofsuhr schon 09:31 anzeigte, ging ich blind davon aus, dass dies unser Zug nach Odenheim hätte sein müssen. Das kommt davon, wenn man meint den Fahrplan zu kennen, so muss man erkennen, dass man vor Einstieg in eine Straba nach dem Richtungs- hinweis die Fahrtrichtung überprüft.
 
Nun stand ich in der Bahnhofshalle und niemand war von meiner Wandergruppe zu sehen. Also mussten sie entweder nach Hause gefahren sein, oder meine Frau hatte die Gruppe nach Odenheim verbracht. Ich war aber der festen Überzeugung, dass die Wanderung bereits in Odenheim begonnen wurde.
 
Zuerst einmal ging ich im Bahnhof zu dem Bäcker und holte dort Quarkkugeln für meine Wanderer, dann stellte ich fest, dass die nächste Bahn nach Odenheim in 18 Minuten fährt. Diese halbe Stunde Fahrt war meine aufregenste seit Langem, denn ich hoffte meine Gesellschaft dort wieder zu finden. Aber niemand war da. Nun überlegte ich mir gehe ich meiner Gruppe hinterher, oder rolle ich die Wanderung von hinten auf. Sie hatte 1 Stunde Vorsprung, also war mir klar, dass ich nur mit der 2. Lösung Erfolg haben würde. Mit schnellen Schritten ging ich meiner Gruppe entgegen und tatsächlich konnten sie mich auf dem Golfplatz in Tiefenbach in Empfang nehmen. Wir hatten viel zu erzählen und mit meinen Leckereien
(Quarkkugeln ) hielt ich auch die Stimmung hoch. Bald war alles vergessen und es ging zurück Richtung Odenheim durch das Katzbachtal
 
   
Start am Bahnhof  Die Barocke Kirche  Das alte Rathaus
 Auf steinigem Weg
Schöne Obstbaumanlage Rückblick auf Odenheim
 Schöne Blumen am Wegesrand  Kletternde Wicken  Heilende Ringelblumen
     
 Einsame Blume  Der Wächter des Hexenbesenwegs  Wein u. Obstanlagen wechseln sich ab
 Herbstlicher Weg immer Bergauf Blick auf Tiefenbronn u. auf Eichelberg   Hier habe ich meine Gruppe getroffen!!

Das waren bis hierher Bilder von unserer Vorwanderung.
Das Bild rechts wurde am wunderschönen Golfplatz geschossen, wo ich auch meine Wandergruppe glücklicher Weise wieder getroffen habe.
 
Nun ändern sich meine Aufnahmen, denn das Wetter war am 17. Nov. deutlich kühler und wolkenverhangen. Nun übernahm ich meine Gruppe und bedankte mich bei meiner Frau. Wie oben schon angedeutet durchwanderten wir das Katzbachtal, was durch schöne Situationen im Tal glänzen konnte. Die Bäume hatten zum großen Teil noch ihr fabenfrohes Laub für uns erhalten und zeigten uns noch Ihre ganze Schönheit. Die gelben Wiesen neben dem Katzbach hatten auch noch durchgehalten und tauchten die Wiesen in ein fast frühlingshaftes Gelb. Kurz vor Odenheim hielten wir ein wenig inne und betrachteten die Mariengrotte. Sie ist in Privateigentum und wird von Helfern aus dem Ort gepflegt.
 
Nun trafen wir wieder auf den alten Schienenweg, wanderten an einem Gehege vorbei, in dem Krokodile und andere Reptilien (Aus Holz geschnitzt, in Lebensgröße) zu sehen waren. Und weiter führte uns unser Weg in Odenheim Richtung Rathaus, wo wir einen Abstecher machten. das Rathaus ist schon sehr alt und trägt auf dem First einen Dachreiter, was zur damaligen Zeit üblich war.
 
Dann wechelten wir die Seiten des Ortes über die Brücke des Katzbachs und strebten der Barocken Kirche zu. Leider hat die Zeit nicht zu einer Besichtigung ausgereicht, da wir noch bis zum Bahnhof zu laufen hatten. Pünklich kam der Zug und ab ging die Post in Richtung Bruchsal
 
Am Schlossgarten stiegen wir aus und schlenderten gemütlich über die langgezogenene Allee zum Schloss, tangierten die Springbrunnenanlage, erreichten durch ein Tor den Ehrenhof, verließen ihn durch das  Eingangstor.  Dort folgten wir der Bundesstraße und durch´s Damianstor,  hinüber zum Bären, wo wir zum Essen angemeldet waren. Feine Speisen und eine gemütliche Atmosphäre warteten umgab uns. Es ist immer wieder toll im Bären den Abschluss zu machen, denn dort stimmt alles, auch das Essen und die Freundlichkeit des Personals.
 
Nach 1 1/2 Stunden brachen wir auf,  um noch einen Teil von Bruchsal unter unsere Wanderschuhe zu bringen. Dabei ging der Weg durch den Oberen Schlosspark, wo auch das Schönborngymnasium und das Wasserschlösschen zu bewundern waren. Dann besuchten wir das kleinste Museum in Baden / Württemberg, das Graf Kuno Museum. Frieder war mal 3 Jahre lang Graf Kuno die Traditionsfigur Bruchsal´s. Er hatte deshalb einiges zu erzählen. Doch dann wurde es Zeit zum Bahnhof zu gehen,  vorher betrachteten wir noch die weitläufige Aussicht über Bruchsal. Am Graf Kuno Museum stiegen wir 110 Stufen hinab in die Huttenstraße. Sie heißt auch Kaffeegass, denn unter Fürstbischof Schönborn´s Zeiten wohnten dort die feinen Herrschaften und konnten sich den teueren Kaffee leisten. Wenn  es im Sommer sehr heiß war, öffneten sie die Fenster und der Duft von Kaffee wurde von der flanierenden Bürgerschaft per Nase eingezogen.

Quer durch die Stadt und den Luisenpark erreichte meine Wandergruppe den RE direkt nach Illingen.

Es war wieder eine schöne und interessante Wanderung mit glücklichem Ausgang.
 
Ihr ward wieder Spitze.

In diesem Sinne verbleibe ich mit lieben Wandergrüßen aus Brus´l

Euer Wanderführer Frieder.
 
Noch ein paar Bilder zum Abschluss.

Wenn ihr mal mit gehen wollt, sucht Euch eine Wanderung aus, meldet Euch an und ihr bekommt von uns einen Anruf in dem Ihr alles Notwendige erfahrt.
 
 Klein Venedig, der Katzbach  Die Barockkirche mitten im Dorf  Renate mag den Odenheimer Steinmetz
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