Schwäbischer Albverein
Ortsgruppe:
Illingen-Schützingen

Ölbronn Böllstrichseen

Ölbronn Böllstrichseen

Ölbronn Böllstrichseen

Ölbronn Böllstrichseen

 

Wanderung: Eigentlich von Maulbronn West, zu den Böllstrichseen, bei Ölbronn
 Wanderführer: 
Renate und Werner Müller
 
Wanderung am:
20.Nov.2013
 Ortsgruppe Illingen / Schützingen    Unsere bunte Wandergruppe
   
Es war mal wieder so weit. Frieder, (unser Schreiberling aus Bruchsal) freute sich schon auf die Wanderung zum Böllsteinsee. Er hatte den Namen Böllstrichsee noch nie gehört, obwohl es dort eine Fischzuchtanlage mit dem dazugehörigenden Ausflugslokal gab. Schnell startete er seinen Computer und suchte auf "Google Earth" nach dem See und fand ihn bei Ölbronn, obwohl der See Bauschlott zugehörig ist.
 
Also auf und dahin. Dieses Mal waren die Wanderführer Werner und Renate.
 
Mit der Straba  fuhren wir 9:25 Uhr nach Mühlacker und 15 Wandersleute stiegen in Mühlacker quietschfidel in die Straba nach Bruchsal um, mit dem Ziel, in Maulbronn West auszusteigen. Hier sollte die Wanderung beginnen und uns zum Aalkistensee führen.
 
Ich dachte, dass nur bei meinen Wanderungen immer ein besonderes Ereignis eintritt, nein mein Dabeisein genügt nun schon, um die Wanderungen durcheinander zu würfeln.
 
In den blauen Straßenbahnen sind nur wenige Druckknöpfe vorhanden und wenn man wenig Straba fährt, weiß man natürlich nicht, dass man nur den Sensortürknopf drücken braucht, damit der Fahrer weiß, dass da eine ganze Gruppe aussteigen will.
 
Dadurch fuhren wir eben 2 Stationen weiter und stiegen erst in Kleinvillar aus. Dort sarteten wir zu einer verkürzten Wanderung. Wir überquerten  die Bahnüberführung und trotteten einen ziemlich steilen Weg, am Waldrand eines Hügels hinauf. Nach einigen 100 m stand ein mächtiger Baum vor uns, der unter Naturschutz steht. Es scheint ein Birnbaum zu sein, der noch voll im Saft steht. Keiner kennt sein Alter, aber Experten schätzen ihn auf mindestens 100 Jahre.
 
16 Wandersleute Ausblick nach Dürrn Kaum oben, geht´s wieder hinunter!
 
Weiter führte uns der Wanderweg hiauf auf eine Anhöhe. Wenn man oben ankommt, so geht es natürlich auch wieder hinunter. Leider war der Blick nach Dürrn durch Nebel und Regen nicht besonders gut. Dafür war der Weg besonders schön, hatte man doch noch Farbtupfer von herbstlich geschücktem Gebüsch direkt neben unserer Straße, vor unseren Augen.
 
 
Wo bleibt die Fähre?
Wo geht´s jetzt hin?........
.........Rechts ab und den Berg hoch!
 
Der Regen prasselte auf uns hernieder und so manche Falle musste überwunden werden. Riesige Pfützen versperrten uns den Weg, Bächlein querten die Feldwege und so mancher Aus- u. Umwegweg entpuppte sich als sumpfiges Gelände. Alle waren zum Glück mit geländegängigem Schuhzeug ausgerüstet. Vor der Hütte (Siehe Bild oben rechts) bogen wir nach rechts ab, schnauften ein kurzes Stück hinauf und besuchten links am Hang die Aufzuchtstation der Kleintürzüchter. Wieder zurück auf unseren Weg, dann links am Hang entlang wand sich der Weg weiter aufwärts. Rechts von uns am gegenüberliegenden Hügel entdeckten wir die Geländestrecke für Trialfahrer. Schöne Pappeln wiesen uns den Weg weiter zum Böllstrichsee.
 
Zur Aufzugsstation der Kleinzüchter. Pappeln u. Erlen zieren unseren Weg An Feldern und Wiesen vorbei.
 
Da wir zwangweise unsere Wanderung verkürzt hatten, kamen wir zu früh am Ausflugslokal an. Dadurch weitete Werner die Strecke in Richtung Bauschlott aus. Eine steife und kalte Brise wehte uns entgegen. Gut, dass ich 2 Pullover unter dem gefütterten Anorak versteckt hatte. Nach einem Kilometer drehten wir um und mit schellem Schritt zog es uns in eine warme Umgebung, ins Ausflugslokal am Böllstrichsee.
 
Um die Kurve sieht man den See   Der Hochwasserüberlauf
Kurz vor Bauschlott im Nebel
  Hurra, der Böllstrichsee!!!
 
Um ins Lokal zu gelangen, war man genötigt, die eigene noch lebendige Fischmahlzeit schwimmen zu sehen. Sehr schnell war der Anblick der Fische vergessen, denn der Magen forderte knurrend seinen Tribut.
 
Das Lokal war ganz hell und gemütlich eingerichtet und in einer Ecke bullerte ein Holzofen und dabei bemerkte ich wieder einmal, dass ein Holzofen eine  heimelige Wärme abgibt, im Gegensatz zu unseren Öl - Heizungsanlagen.
 
Eine sehr freundliche junge Bedienung stand uns, für unser Fischmahl beratend mit einem Lächeln auf den Lippen, zur Seite.
 
Eifrige Gespräche und lustige Geschichten ließen die Zeit vergehen. Dann passierte etwas, was man nur in Sterne Lokale erleben kann. Die vielen unterschiedlichen Fisch und Fleischbestellungen kamen praktisch alle zur selben Zeit und das noch gut warm an den Tisch. Jemand brachte grade noch die Worte heraus. So still war´s beim Essen noch nie.
 
Meine Wenigkeit verspeiste einen Zander mit Kartoffelsalat und Deko. Also, die Panade war knusprig, der Fisch genau fein durch, der Kartoffelsalat war (Ungelogen) fast so gut wie bei "Omma". Ein winziges bisschen kräftigere Gemüsebrühe wären sicherlich 10 Punkte wert gewesen, so gibt´s nur einen Punkt weniger (9). Wir haben vereinbart noch einmal zu kommen, aber erst im Sommer, dann hat man draußen eine schöne Sicht auf den See und in die liebliche Landschaft.
 
Es fiel uns schwer aufzubrechen, denn draußen wartete die Kälte und der Regen auf uns. Wir bestaunten noch den Böllstrichsee wanderten am Ufer entlang und blickten noch einmal zurück zu unserem Lokal. Den Weg den wir kamen wanderten wir zurück. Bei der großen Scheune bogen wir aber rechts ab und sahen nach ca 700 m Ölbronn vor uns  liegen.
 
 Das Fischlokal  Bilder vom Böllstrichsee  d.t.o.
 d.t.o.  d.t.o.  Noch 700 m bis Ölbronn
 
Ölbronn ist eine schöne historische Ortschaft mit gut erhaltenen Fachwerkhäusern. Doch zunächst wurden wir wieder an unser Fischessen erinnert, denn am Ortseingang vor einem Haus, war ein seltsamer Tümpel zu sehen. Darinnen schwammen einige Koi - Fische, mächtige Brocken von ca. 60-70 cm Länge.
 
Kommentar eines  Wanderers: " Einen von denen rausholen und ab in die Pfanne, das reicht für die ganze Familie".
 
Kommentar von Frieder:" Das gibt das teuerste Fischessen deines Lebens, denn wenn es ein lupenreiner Koi ist, dann kostet der selbst mit 20 % Rabatt satte 10 - 12 000 €. Mit Beilagen kommen nochmals 8.00 € dazu. Ich glaube, da vergeht einem das Fischessen, da bleibe ich lieber bei den Beilagen."
 
In der Zwischenzeit marschierten wir durch´s Dorf, an den alten Fachwerkhäusern und an der Dorfkirche vorbei.
 
Ein Hinterhof Zurückgesetzte Fachwerkhäuser So schön können Häuser aussehen!
 
Sehr schnell ließen wir Ölbronn hinter uns, denn unsere Straba wollte uns in Kürze mitnehmen. Noch mal ein kurzer Anstieg und man konnte schon von Ferne den Ölbronner Bahnsteig sehen. Die Straba kam nach 10 Minuten um die Kurve und die Heimfahrt nach Illingen war perfekt.
 
Fazit:

Eine schöne, wenn auch regenreiche und mit kaltem Wind versehene Wanderung, die wir mit Sicherheit bei schönem Wetter noch einmal anbieten werden.

Ein Dankeschön auch an unsere Gastwanderin, die sich in unseren Reihen, wie sie selbst sagte, wohl gefühlt hat und in Zukunft gerne bei anderen Wanderungen dabei sein will.
 
Wir freuen uns darauf.
 
Zum Schluss: Ein Dankeschön an unsere Wanderführerfamilie Werner und Renate Müller für die schöne Wanderung!
 
Weitere Bilder in unserer Bilder - Galerie.
 
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