Schwäbischer Albverein
Ortsgruppe:
Illingen-Schützingen

Stuttgart Rot/Blau

Stuttgart Rot Blau

Stuttgart Rot Blau

Stuttgart Rot Blau

 

Stadtwanderung: Stuttgart Rot Blaut
 

 


 
Stadtwanderung in Stuttgart
mit Bus und zu Fuß, mit Besichtigungen.
Wanderführer: Heinz Luff
Ortsverein Illingen Schützingen   Unsere Gruppe am Stuttgarter Schlossplatz

Vorwort:

Zuerst war ich skeptisch, jedoch als ich erfuhr, was wir in Stuttgart erleben dürfen, brach ich in Begeisterung aus. Stuttgart hat sich was einfallen lassen, was ich so noch nie erlebt habe.

Vom Schlossplatz aus fahren ab 10:00 Uhr Busse, rot oder blau lackiert, im Abstand von einer Stunde. Rot fährt eine große Runde in der Stadt, blau eine Kleine. Die speziellen Haltestellen sind ebenfalls in Rot oder Blau gekennzeichnet. Beim Einstieg in die Busse erhält man eine 24 Std. Karte und einen Kopfhörer. Wenn die Fahrt beginnt erhält man wichtige Info´s von und über Stuttgart. An jeder Haltestelle befindet sich eine bedeutende Situation, wie Museen, Aussichtspunkte, kulturelle Museen, Parks usw. Dort kann der Besucher aussteigen und das jeweilige Objekt besuchen. Nach dem Besuch kann man an der Ausstiegshaltestelle wieder in die Busse einsteigen, um die Besichtigungstour fortzusetzen.Das Ganze ist bis 17:00 Uhr möglich. 

 

Was wir als Gruppe des Schwäbischen Albvereins Illingen Schützingen erlebt haben, möchte ich Ihnen jetzt nacherzählen. 
 
 

Wanderung am 21. August 2013:

Morgens gegen 08:30 Uhr trafen sich 18 Wanderer im Vaihinger Bahnhof zur Abfahrt mit dem IRE nach Stuttgart.

Meine Wenigkeit saß bereits in diesem IRE und somit waren wir 19 Wanderer. Freudig wurde ich begrüßt und ich war froh alle gesund und munter wiederzusehen.

In Stuttgart kamen wir pünklich an und hatten noch ein paar hundert Meter bis zum Schlossplatz zu laufen, denn hier warteten wir auf die Ankunft des "Roten Busses". 10 Miuten vor 10:00 Uhr konnten wir bereits einsteigen und im Bus waren nur ganz wenige Plätze unbesetzt. Wir erhielten einen Kopfhörer, in dem man während der Fahrt Info´s erhielt, wo man sich gerade befand und an welchen wichtigen Gebäuden man links, oder rechts der Straße  vorbeifuhr.

Zum Beispiel: Landtag, Kunsthalle, Schleyer Halle, die VfB Arena und vieles andere mehr.

Unser Ziel war aber das Straßenbahn Museum. Es war die 3. Haltestelle an der wir ausstiegen und nur wenige Meter bis zum Eingang zurücklegen mussten.

Ein große Halle empfing uns und auf einigen Gleisen standen Straßenbahnen von vor 1900  bis zur heutigen Zeit. Viele von uns konnten sich noch an die einzelne Fahrzeugtypen erinnern, vom Pferde gezogenene, bis zu neuen achsangetrieben Wagen. Aber warum schreibe ich so viel. Frieder hat kräftig fotografiert und Bilder sagen einfach mehr aus als Worte. (Außerdem muss ich nicht nach Schreibfehlern suchen und korrigieren).

 Auf dem Schlossplatz  Start am "Alten Schloss".  Ein schattiges Plätzchen
 1 PS Straßenbahn im Museum   Kennt Ihr noch die "Holzklasse"!  Die kenn ich noch von früher.
 Werbung am Straßenbahnwagen. Kupplungsfachleute  Was so alles transportiert wurde!

So, schön war´s im Straßenbahn Museum. Man hätte sicher noch einige Zeit darin verbringen können, aber die Uhr drängte und der Bus wartet eben nicht. Also hinaus in Richtung Haltestelle. Die war gleich um die Ecke und der Bus war aus der Ferne schon zu sehen. Einsteigen, losfahren, Kopfhörer auf und schon sagte eine Stimme in welche Richtung man den Kopf zu drehen habe, um das Volksfestgelände mit seinen riesigen Zelten zu bewundern. An der Wilhelma vorbei,  überquerten wir den Neckar, der wie ein breites Band träge daher kam und schon waren wir in Bad Cannstatt, inmitten der Stadt und seinen alten Fachwerkhäuser.

Kurze Zeit später verließen wir Bad Cannstatt und unser Bus kletterte an Weinbergen vorbei zum Robert Bosch Krankenhaus. Hier hatte man eine gute Sicht über das Neckartal in Richtung Esslingen. Diese Gegend war uns bekannt, denn vor 2 Jahren wanderten wir dort mit unserem Wanderführer Heinz Luff.

Letzt endlich landeten wir in der Nähe des Killesbergs, unserer nächsten Besichtigung. Hier ergab sich die Möglichkeit ein paar schöne Schnappschüsse zu erhaschen, die ich Euch nicht vorenthalten will.

Unsere Gruppe am Killesberg Aufstieg im Killesberg Romantischer Weg
Blumenbeet und Aussichtsturm Reizvolle Blumenrabatten Die moderne Killesbergbahn
 4 hübsche Babys, 4 hübsche Mütter! Kakteengarten Schattige Pergola

Nun war wieder Eile angesagt, denn wir mussten den "Roten Bus" erreichen, der uns zur Karlshöhe bringen sollte. Nach wenigen Minuten waren wir an Ort und Stelle. Der Bus ließ nicht lange auf sich warten. Wir stiegenein und unser Blick richtete sich auf den Weißenhof in dessen Tennisanlage jedes Jahr das Porsche Turnierstattfindet.

In Serpentinen gelangten wir zum Stuttgarter Hauptbahnhof. Von oben herab konnte man dieriesige Grube und das Ausmaßder Bauarbeiten erkennen. An der Liederhalle vorbei, über die Hauptstätterstraße fuhren wir gen Westen.

Bei der Brauerei Dinkelacker war unser nächster Ausstieg. Nach einem kurzen Aufstieg machten wir die Bekanntschaft mit den berühmten und gefürchteten Stuttgarter Stäffele, deren Gesamtlänge rund 35 km beträgt. Unsere Staffel jedoch war nur etwa 180m lang, aber dafür sehr steil. Am Ende angelangt war gönnten wir eine kleine Verschnaufpause. notwe Dann führte uns der Weg am Berghang entlang, an Weinbergen vorbei, in Serpentinen hinauf auf die Karlshöhe.

Unterwegs hatten wir noch schöne Ausblicke über die Stadtund auf die beiden Fernsehtürme. Jetzt endlich erreichten wir die Karlshöhe und ein Kiosk lud uns zum Essen ein.

Stuttgarter Stäffele  Durch Stuttgarters Weinberge  Super Aussicht über Stuttgart
Die beiden Fernsehtürme  Verwunschener Weg  Blaustrumpfweg     /           Lapidarium

Jede schöne Mittagspause geht einmal vorüber, so auch beim Schwäbischen Albverein. Wir machten uns auf die Socken, um unseren "Roten Bus" bei der Firma Dinkelacker zu erreichen. Dieselbe Strecke, wie wir zur Karlshöhe kamen, gingen wir zurück und bei den Stäffele hatten alle keine Probleme mehr (komisch?). So nebenbei streiften wir das Lapidarium. Als Erklärung: Was ist ein Lapidarium und woher kommt der Name?

Lapidarium: Das Museum für alte  Steine, Mauern, Statuen und vieles andere mehr.

Der Name stammt aus dem Lateinischen und bedeutet:

Lapis: Der Stein

und Lapislazuli: Der Blaue Stein.

Hier werden seltene Steine auch Halbedelsteine, Fragmente von alten Mauern, Statuen, Durchganstore und Wappensteine vor dem Verwittern aufbewahrt und restauriert, um sie der Umwelt zu erhalten. Außerdem kann man von den original Steinen Plagiate herstellen, um die  Originale im Lapidarium zu schonen.

Der Abstieg war schnell und problemlos und wie schon gesagt, streifte man das Lapidarium so nebenbei.

Die nächste Station sollte der Marienplatz sein. ich kannte ihn noch von meiner Tätigkeit in Stuttgart und wusste, dass dort die Zahradbahn Stuttgart mit Degerloch verbindet und außerdem ein Tunnel beginnt, der den Westen Stuttgarts mit dem Durchgangsverkehr entlastet.

Erstaunt war ich allerdings als wir ihn erreichten, denn er war völlig umgebaut und die alte, laute, krächzende Zahnradbahn, die ich erhoffte zu fahren, waren ausgewechselt und durch moderne Wagen ersetzt worden. unsere Gruppe hatte ganz andere Vorstellungen vom Marienplatz, denn sie entdeckten eine Eisdiele und die kam gerade recht.

Hier hieß es Anstehen, denn viel andere Marieplatzbesucher hatten die gleiche Idee.

Nach dem man sich mit der Schlange ins Eiskaffee gewuschtelt hatte,  traf mich fast der Schlag. Da stand auf einem Schild : Der Bollen kostet 1,20 €. Sofort rechnete ich um, in die alte deutsche Währung. Nein, dachte ich das sind          2,40 DM und der Schwabe in mir, sagte mir erstaunlicher Weise, dass ich doch wenigstens einen Bollen nehmen sollte. Was ich auch tat. Trotzdem mahnte mein zweites "Ich".: Wenn Du nach Hause kommst, da kannst Du Dein eigenes, selbst hergestelltes Eis naschen, denn dort kostet das Eis nur sage und schreibe 0,35 € der Bollen und ich kann mir  3,5 Bollen dafür leisten.

Die bereit gestellte Zahnradbahn wartete auf uns und die Eile war groß, in die Zahnradbahn einsteigen zu können. Als sie losfuhr, folgte die große Überraschung, denn die gesamte Strecke war erneuert worden. Es war ein Gleiten, wie auf Wolken. Nach einer guten 1/4 Stunde erreichten wir die Endstation Degerloch.

Der Rote Bus ist da, rief einer und tatsächlich konnten wir sofort wieder den Bus besteigen. In Degerloch steht bekannter weise, der berühmte Fernsehturm , der wie ein Stehaufmännchen gebaut ist. Unter der Erde ist deutlich mehr Beton verbuddelt, als der sichtbare Turm. Er ist aber aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Mit einer herrlichen Aussicht beendeten wir die Rundfaht mit "dem Roten" und "dem Blauen Bus". Nachdem wir die Weinsteige hinunter geschaukelt wurden. Durch viele Häuserschluchten und nach Straßenkreuzungen entdeckten wir den Ausgangspunkt der Fahrt, das alte Schloss.

Jetzt geht´s schnell, denn man verweilte sich noch am Neuen Schloss, schlenderte durch die Königsstraße in Richtung Bahnhof, ließ sich mit dem Rollband in die Unterwelt des Bahnhofes befördern, ein Anderes direkt in die Bahnhofsvorhalle.

Hier ging es etwas hektisch zu. da die Meinung war, dass man aus Gründen von freien Sitzplätzen und langem anmarsch zum Zug (aus baulichen Gründen)  sich beeilen müsse, was zu einer großen Aufregung führte.

Es stellte sich heraus , dass alle negativen Aussagen nicht notwendig gewesen wäre. Denn wir bekamen sogar im Oberstock der Wagen ein ganzes Abteil für uns, lieber wäre mir persönlich gewesen, dass man  im Gepäckabteil Platz genommen hätte, denn dort kann sich jeder mit jedem unterhalten, was bei Einzelsitzen praktisch nicht möglich ist.

Das ist eigentlich ganz unwichtig, denn man kam unbeschadet und voll mit vielen neuen Erlebnissen zurück und das hat mehr Wert als alles Andere.

Ein großes Dankeschön an unseren Wanderführer Heinz (Luff), der uns mal wieder gezeigt hat, dass unsere Landeshauptstadt immer mal wieder eine Reise Wert ist.

Als Anhang noch ein paar Erinnerungen an die Wanderung.

Das Neue Schloss (Regierungsitz) Springbrunnen i.d. Königstraße Eingang Schlossplatz
Weitere Bilder unter >Wanderbilder
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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