Schwäbischer Albverein
Ortsgruppe:
Illingen-Schützingen

Wandern im Kirschengäu

Wanderung am 17.März 2013
"Wanderung Im Kirschengäu".
 14,5 km / ca. 200 m Hm
Einkehr in der Grenzsägmühle 
Ortsgruppe Illingen - Schützingen
   
WF: Werner Kientsch Wandergruppe:
 
  
Wanderbericht:
 
Es war morgens am Sonntag, den 17. März, als Frieder ganz glücklich aufwachte, denn Werner Kientsch hatte zu seiner Wanderung ins Kirschengäu eingeladen. Und darüber grübelte Frieder  schon den ganzen Morgen. Wo ist eigentlich das Kirschengäu und warum ist die Wanderung schon im Winter?! Da gibt´s doch noch gar keine Kirschen. Mit dem Zug wollte ich dann nach Illingen fahren um gemeinsam mit den anderen zum Startpunkt der Wanderung zu gelangen. Aber ich wäre nicht Frieder, enn nich irgend etwas passieren würde. Kurz vor Ankunft des Zuges meldete sich ein freundliche Stimme über Lautsprecheranlage. Der zug hat ca. 10 -15 Minuten Verspätung weil er in Sandhausen einen Zusatzhalt machen müsste. Dabei würde ein zusätzlicher Wagen angekoppelt und 150 Fan´s würdenzusteigen um nach aalen zum Fussballspiel zu kommen. Na prima dachte ich das fängt ja schon wieder lustig an. Darüber vergaß ich das Kirschengäu.
 
Nach einer 1/2 Stunde Fahrt erreichte ich Illingen. Pünklich erschienen die Wanderer und so fuhr der Autopulk (2) in Richtung Pforzheim. Nicht weit davon liegt Birkenfeld und das war dann auch der Ausgangspunkt der Wanderung. Ganz auf der Höhe in einem Waldparkplatz schnürten wir unseren Rucksack und hinaus ging´s in eine wanderunfreundliche Landschaft. Der Wind pfiff uns mächtig um die Ohren und zeigte uns, dass unsere Regenschirme nicht für solche Situationen konstruiert waren, denn wir wurden trotz Schirm patsch pudel nass. Nicht desto Trotz stiegen wir die erste Anhöhe hinauf und jetzt erst entdeckten wir, dass wir mitten im Kirschbaum Gäu wanderten. Überall wunderschöne große und auch kleinere Kirschbäume und nicht mal ein Kirschwässerle hatten wir dabei, um uns die Innere Kälte zu vertreiben.
 
Pssst, bitte nicht verraten. Zu Hause habe ich eine kleine Kirschwasser Trinkkur nachgeholt (Hicks!!!!)
 
 Kirschbäume mit Aussicht Schwäbischer Albvereins Logo Kirschbäume ohne Aussichtt
 
Leider war die Aussicht eingeschränkt, so dass wir durch den Nebel nur die unmittelbare Umgebung entdecken konnten. und weiter ging´s bergauf, und bergab, aber immer auf befestigten Wegen. Als nächstes erreichten wir ein Försterhaus mit  einem nett angelegten Garten. Und eine ganze Weile später, sah man eine Wanderhütte, unter der wir vom Regen und Wind Schutz suchten. Leider war das Dach undicht und der Segen kam von oben. Trotzdem verweilten wir dort. Wir versorgten uns mit den mitgebrachten Getränken.
Eine uralte Eiche stand daneben, die unsere Aufmerksamkeit  erweckte. Sie erinnerte uns an unsere Hohleiche im Mühlacker Wald.
 
Undichte Schutzhütte mit Aussicht.
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Förster´s Hütte.
Eine urige Eiche (rechts). Förster´s Pavillion.
 
Nach einer kleinen Stärkung wanderte unser Grüppchen dem Weg nach in eine Mulde und von dort hinauf zu einer Gartenanlage. Die Gärten waren teilweise sehr originell angelegt und alle möglichen Anbauansichten schienen vertreten zu sein. Ein Garten erregte doch unsere Neugier, denn er war naturgemäß angelegt und hier zeigte sich der Frühling in seiner ersten Pracht. Das Foto hat kaum eine Chance die Blütenvielfalt der Krokusse abzubilden. Probiert habe ich´s trotzdem.
 
Krokusse im Naturgarten Mit dem Schwäbischen Albverein lernen Sie Ihre Heimat und die Natur kennen. Miniaturlilien im Vorgarten
 
Danach ging´s nur noch bergab. Meine Nase hatte schon lange den Essensgeruch der Grenzsägmühle aufgespürt. Die Grenzsägmühle entstand Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts.
 
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Die Grenzsägmühle
 
Ursprünglich war sie als Mühle und Sägewerk eingerichtet. jedoch schon bald darauf, konnte man dort einfache Speisen und Getränke bekommen. Erst im Jahre 1931 kam sie als Gaststätte der besseren Art ins Gespräch. Sie war damals das Trendlokal schlecht hin. Noch heute hat sie einen guten Ruf, denn ein Sternekoch hat die Lokalität gekauft und führt sie zusammen mit einem Kommpanion. Sie ist immer noch so eingerichtet; wie ich sie in meiner Lehrzeit kennen lernen durfte.
 
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Alles drängte sich in die gute Stube  und wir waren froh dem Regen und kalten Wind wenigstens für die nächste Stunde entgangen zu sein. Wir wurden vom Personal sehr freundlich empfangen. Die Speisekarte hatte für jeden Geldbeutel etwas zu bieten. Das Essen war echt gut und reichlich und für das was auf dem Teller war auch preiswert. Ein Jeder war sehr zufrieden.
 
Doch alles geht einmal zu Ende auch unserere wohlverdiente Pause. Wir traten den Rückweg an. Unser Weg  führte uns über die Grenz durch Dietlingen an alten und neugebauten Häusern vorbei. Dabei sahen wir versteckt hinter einer hohen Schildmauer eine alte Kirche. Der  Baustil erinnerte uns an die Lienzinger Wehrkirche.
 
Der Grenzbach bei der Grenzsägmühle Die Dietlinger Wehrkirche .......und wieder geht´s bergauf
 
Am Ende des Ortes, bog unser Weg nach links den Berg hinauf ab. Bis wir wieder auf der Höhe in Birkenfeld ankamen.. Danach senkte sich die Straße bis zu unserem Waldparkplatz. Wir verabschiedeten uns, hatten jedoch, wie kann es anders sein, ein kleines Problem. Bei Werners Renault ließ sich die Heckklappe nicht mehr öffnen. Trotz mehrerer Versuche verweigerte sie ihren Dienst.
 
Trotzdem konnten wir den Nach Hause Weg antreten. In Mühlacker wartete die Straba auf mich und nach 2 Minuten setzte sie sich in Richtung Bruchsal in Bewegung. (Glück muss der Mensch haben!)
 
Fazit:

Diese Wanderung werde ich noch einmal bei Sonnenschein mit meiner früheren Verlobten und heutigen Ehefrau wiederholen.

Sie war schön, aber windig und nass.

Ein Dankeschön auch an unseren Wanderführer Werner Kientsch und an seine Frau Brigitte für die ausgesuchte Strecke und die Info´s unterwegs.

Frieder Queitsch

 
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